Dem deutschen Zoll und den belgischen Behörden gelang ein Schlag gegen den Handel mit illegalen E-Zigaretten. (Foto: Zoll)
Ermittlern von Zoll und Polizei gelangen wichtige Schläge gegen den Handel mit illegalen E-Zigaretten. So stellten die Behörden über 165.000 illegale Vapes in NRW sicher – und Belgien meldet einen neuen Rekordfund.
Die deutschen Zollfahnder stellten am 19. November 2025 in einem Lagerhaus in Bergheim mehr als 165.000 illegale Vapes sicher. Gleichzeitig entdeckten Behörden im belgischen Raum südlich von Antwerpen rund 1,15 Millionen illegale E-Zigaretten verschiedenster Marken. Beide Einsätze erfolgten in enger Abstimmung. Gegen einen 43-jährigen Betriebsleiter leitete der Zoll ein Strafverfahren ein.
Großeinsatz gegen illegale Vapes in Bergheim
Die Zollfahndung Hannover rückte Mitte November zu einem Lagerhaus in Bergheim aus. Dort lagerten nach Erkenntnissen der Ermittler hunderttausende E-Zigaretten ohne gültige Steuerbanderole und ohne Verkehrsfähigkeit. Der mutmaßlich Verantwortliche, ein 43-jähriger chinesischer Staatsangehöriger, muss sich wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Tabakerzeugnisgesetz verantworten. Der potenzielle Steuerschaden übersteigt 650.000 Euro.
Belgien entdeckt 1,15 Millionen illegale Vapes
Parallel durchsuchten belgische Behörden ein Großlager südlich von Antwerpen – mutmaßlich der Herkunftsort der in Bergheim gefundenen Ware. Die Beamten fanden dort rund 1,15 Millionen Vapes. Die Menge stellt eine der größten Einzelsicherstellungen dieser Art in Europa dar. Die enge Kooperation der beteiligten Behörden ermöglichte einen schnellen Zugriff.
Dr. Tino Igelmann, Präsident des Zollkriminalamtes: „Dieser gemeinsame Erfolg ist das Ergebnis eines schnellen und effektiven Informationsaustausches zwischen dem deutschen Zoll und den belgischen Behörden. Die Sicherstellungen zeigen daher eindrucksvoll: Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Europa wirkt im Kampf gegen die grenzüberschreitende Zollkriminalität.“
Illegale Vapes und die geltenden Regeln
E-Zigaretten unterliegen in Deutschland seit Juli 2022 der Tabaksteuer. Seit 2025 beträgt sie 0,26 Euro pro Milliliter Liquid. Zudem dürfen Vapes nur verkauft werden, wenn sie unter anderem nicht mehr als 2 Milliliter Füllvolumen und höchstens 20 Milligramm Nikotin pro Milliliter aufweisen. Verstöße gegen diese Vorgaben gelten als strafbare Steuerhinterziehung.
Ermittlungen laufen weiter
Die Staatsanwaltschaft Bielefeld führt das Verfahren. Aus ermittlungstaktischen Gründen gaben die Behörden die Informationen erst jetzt bekannt. Weitere Auswertungen der sichergestellten Ware und der Lieferwege stehen noch aus.