E-Zigaretten – Einweg-Vapes sowie Liquidpods und -bottles – waren die großen Gewinner im Oktober: Die Tabaksteuer-Statistik weist den stärksten Zuwachs innerhalb des Marktes und einen neuen Jahreshöchstwert aus. (Foto: @ dampf-und-rauch.de)
Die Oktoberzahlen der Tabaksteuerstatistik zeigen: E-Liquids legten im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zu, während klassische Tabakwaren mengenmäßig rückläufig blieben. Bei den Steuereinnahmen dominieren Zigaretten jedoch weiterhin klar.
Das Statistische Bundesamt hat die Oktoberzahlen der Tabaksteuerstatistik veröffentlicht. Im Oktober stieg die Nachfrage nach Steuerzeichen für E-Liquids im Vergleich zum Vorjahr deutlich, während die für klassische Tabakwaren leicht sank. Die Daten zeigen, dass Zigaretten nach wie vor die Hauptstütze der Tabaksteuer sind.
E-Liquids mit starkem Wachstum
In der Kategorie der Tabakwarensubstitute, zu denen nikotinhaltige E-Liquids zählen, wurden im Oktober 2025 Steuerzeichen für rund 237.600 Liter beantragt. Das entspricht einem Anstieg von fast 70 Prozent gegenüber Oktober 2024. Der Steuerwert kletterte auf 61,8 Millionen Euro, mehr als sechsmal so hoch wie im Vorjahr.
Zur Einordnung: 237.600 Liter E-Liquid füllen etwa 1.440 Standardbadewannen. Diese Menge steht, je nach Produktart – ob Einweg-Vapes, auswechselbare Pods mit rund zwei Millilitern Inhalt oder Nachfüllfläschchen mit zehn Millilitern – für zig Millionen Verkaufseinheiten, die steuerlich vorbereitet wurden. E-Produkte verzeichneten im Oktober den stärksten Zuwachs im Markt und erreichten einen neuen Jahreshöchstwert.
Rückgang bei klassischen Tabakwaren
Im Oktober beantragten Hersteller Steuerzeichen für 5,08 Milliarden Zigaretten, etwa fünf Prozent weniger als im Oktober 2024. Feinschnitt lag mit 2.252 Tonnen rund acht Prozent unter dem Vorjahreswert, Pfeifentabak sank leicht auf 22,9 Tonnen (–3 %), während Wasserpfeifentabak mit 95,2 Tonnen ein kleines Plus von rund zwei Prozent verzeichnete.
Steuereinnahmen bleiben hoch
Trotz rückläufiger Mengen dominieren klassische Produkte weiterhin die Tabaksteuer. Im Oktober 2025 beliefen sich die vorläufigen Tabaksteuereinnahmen auf rund 1,49 Milliarden Euro. Davon entfielen 1,16 Milliarden Euro auf Zigaretten, 252 Millionen Euro auf Feinschnitt und 65 Millionen Euro auf Tabakwarensubstitute. Zigaretten stellten damit den größten Anteil am Steueraufkommen.
Stabiler Markt mit neuen Schwerpunkten
Insgesamt zeigen die Oktoberzahlen ein stabiles Marktbild: Während die Nachfrage nach traditionellen Tabakwaren leicht abnimmt, gewinnt das Segment der E-Produkte an Bedeutung. Mit 1,49 Milliarden Euro lag das Steueraufkommen leicht über dem Durchschnitt der ersten zehn Monate des Jahres, der bei 1,47 Milliarden Euro liegt. Damit bestätigt sich die Stabilität des Gesamtmarktes auf hohem Niveau.