Unversteuerte Liquids fanden die Ermitttler im Kassenbereich eines Shops in Braunschweig. (Foto: Zoll)
Ermittler der Zollfahndung sind in Braunschweig gegen den illegalen Handel mit E-Zigaretten-Produkten vorgegangen. Ein Zufallsfund in einem Lager deckte nun das ganze Ausmaß einer mutmaßlichen Steuerhinterziehung auf.
Beamte des Hauptzollamts Braunschweig haben bei einer gezielten Durchsuchung in Braunschweig zahlreiche unversteuerte Liquids für E-Zigaretten sichergestellt. Die Ermittler stießen bei der Kontrolle eines Lagers auf illegale Warenbestände, die ohne die erforderlichen Steuerzeichen zum Verkauf bereitstanden. Der Einsatz ist Teil einer Strategie gegen die organisierte Steuerhinterziehung im Bereich von Ersatzstoffen für Tabakwaren.
Die Fahnder konzentrierten ihre Ermittlungen auf Geschäftsräume in Braunschweig, nachdem Hinweise auf einen großflächigen Handel mit Schmuggelware eingegangen waren. Vor Ort bestätigte sich der Verdacht: Die Einsatzkräfte fanden Paletten mit Flaschen, denen die deutsche Steuerbanderole fehlte.
Steuerhinterziehung durch unversteuerte Liquids
Seit der Einführung der Tabaksteuer auf Substitute für Tabakwaren rücken unversteuerte Liquids verstärkt in den Fokus der Zollbehörden. Werden diese Produkte ohne gültige Steuerzeichen in den Verkehr gebracht, drohen empfindliche Strafen wegen Steuerhinterziehung. Die sichergestellten Bestände wurden noch vor Ort beschlagnahmt, um einen illegalen Abverkauf zu verhindern.

„Der Handel mit Produkten wie diesen schädigt nicht nur den Fiskus, sondern führt auch zu einem unfairen Wettbewerbsnachteil für ehrliche Händler“, kommentierte ein Sprecher des Zolls den Fund. Durch die Sicherstellung der unversteuerten Liquids konnte ein erheblicher Steuerschaden abgewendet werden.
Ermittlungen gegen Hintermänner dauern an
Die Auswertung der sichergestellten Geschäftsunterlagen soll nun Aufschluss darüber geben, über welche Kanäle die unversteuerten Liquids nach Braunschweig gelangten. Gegen die Betreiber des Lagers wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei verantworten.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hannover von seinem Dienstsitz in Magdeburg aus. Der Zoll kündigte an, die Kontrollen im Bereich der E-Zigaretten-Shops weiter zu verschärfen, um den Markt für illegale Ware dauerhaft auszutrocknen. Weitere Details können aufgrund der laufenden Verfahren aktuell nicht veröffentlicht werden.