Folgt die Bundesregierung der Forderung der Deutschen Umwelthilfe und verbietet Einweg-E-Zigaretten? (Foto: © Freepik)
Die Bundesregierung plant ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Die Deutsche Umwelthilfe fordert nun eine schnelle Umsetzung. Ein breites Bündnis unterstützt das Vorhaben.
Die Bundesregierung erklärte am Freitag bei der Beratung des Elektrogesetzes im Bundesrat, sie wolle Einweg-E-Zigaretten verbieten lassen. Ort des Geschehens war Berlin. Die Ankündigung kam, nachdem sich der Bundesrat mit dem Thema befasst hatte. Die Regierung reagiert damit auf langjährige Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und verweist darauf, dass die Europäische Kommission einem solchen Schritt zustimmen müsse. Wie das Verbot umgesetzt werden soll, steht noch offen.
DUH sieht Gefahr für Umwelt und Gesundheit
Die Deutsche Umwelthilfe warnt seit Jahren vor den Folgen von Einweg-E-Zigaretten. Sie kritisiert, dass die Wegwerfprodukte Umwelt und Entsorger belasten, weil falsch entsorgte Akkus immer wieder Brände auslösen. Auch für Kinder und Jugendliche sieht der Verband erhebliche Risiken. Auffällige Designs und süße Aromen ziehen junge Menschen an, während enthaltene Stoffe nach Angaben der DUH die Atemwege, das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn schädigen können.
Breites Bündnis fordert Verbot der Einweg-E-Zigaretten
Ein Zusammenschluss aus 17 Gesundheits-, Umwelt- und Branchenverbänden unterstützt die Forderung nach einem Verbot. Mehr als 40.000 Menschen unterschrieben bereits eine Petition. Die DUH verweist darauf, dass Frankreich und Belgien entsprechende Verbote bereits umgesetzt haben.
Appell an Gesundheitsministerin Warken
Die DUH fordert, das angekündigte Verbot schnell in die Tabakerzeugnisverordnung aufzunehmen. Gesundheitsministerin Nina Warken solle den Prozess anführen, während Landwirtschaftsminister Alois Rainer das Vorhaben nicht behindern solle. DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz sieht die Gesundheitsgefahren als eindeutig belegt und betrachtet ein Verbot als notwendigen Schritt.
Mehr als 60 Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Jahr
Nach Schätzungen werden in Deutschland jährlich über 60 Millionen Einweg-Vapes konsumiert. Das Bündnis gegen Einweg-E-Zigaretten umfasst unter anderem die Bundesärztekammer, das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Deutsche Kinderhilfswerk und den Naturschutzbund Deutschland.