Der Fiskus strich durch die Tabaksteuer 2025 rund 16 Milliarden Euro ein. Die meisten Einnahmen generierten Zigaretten, gefolgt von Feinschnitt und E-Zigaretten/Liquids. (Foto: Damf & Rauch)
Die staatlichen Einnahmen aus der Tabaksteuer 2025 liegen bei mehr als 16 Milliarden Euro. Die am 23. Januar 2026 veröffentlichten Daten zeigen: Während klassische Tabakwaren keine signifikanten Zuwächse aufweisen, legen Tabak-Substitute – Einweg-Vapes und E-Liquids – deutlich zu.
Im Jahr 2025 haben Hersteller und Importeure in Deutschland Steuerbanderolen für Tabak- und Nikotinprodukte im Wert von mehr als 16 Milliarden Euro erworben. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Tabaksteuer 2025 zeigen eine Verschiebung innerhalb des Marktes zugunsten neuer Produktkategorien.
Für das Jahr 2025 wurden Steuerbanderolen für 66,4 Milliarden Zigaretten beantragt. Gegenüber 2024 entspricht das einem minimalen Plus von 0,2 Prozent. Nach Jahren des Rückgangs zeigt sich damit eine leichte Stabilisierung.
Nach Einschätzung des Bundesverbands der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) lassen die Zahlen der Tabaksteuer 2025 keine Rückschlüsse auf einen steigenden Tabakkonsum zu. Zudem beeinflussen grenzüberschreitende Käufe sowie Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der Steuererhöhung zum 1. Januar 2026 den Steuerzeichenbezug.
Feinschnitt bleibt stabil
Beim Feinschnitt zeigt sich über die vergangenen zehn Jahre ein stabiles Bild. Die versteuerte Menge liegt im Durchschnitt bei rund 24,8 Millionen Kilogramm pro Jahr. Im Jahr 2025 lag sie rund 56 Tonnen über diesem Mittelwert. Für den Fiskus fiel das Ergebnis indes besonders positiv aus. Mit rund 2,5 Milliarden Euro Tabaksteuereinnahmen erzielte Feinschnitt im Rahmen der Tabaksteuer 2025 das höchste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Ausschlaggebend ist die Preisentwicklung. Der durchschnittliche Preis für ein Kilogramm Feinschnitt-Tabak stieg zwischen 2015 und 2025 von 144,09 Euro auf 210,70 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 46,23 Prozent.
Zigarren und Zigarillos weiter rückläufig
Zigarren und Zigarillos entwickelten sich 2025 schwächer als im Vorjahr. Die versteuerte Menge sank gegenüber 2024 um 6,6 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Stück. Der Bundesverband der Zigarrenindustrie sieht darin eine Fortsetzung der seit Jahren rückläufigen Entwicklung des Nischenmarktes. Nach Einschätzung des Verbandes wirkt sich die angespannte wirtschaftliche Lage dämpfend auf die Nachfrage aus. Zugleich warnt die Branche vor weiteren steuerlichen Eingriffen auf europäischer Ebene.
Ein weiteres Nischenprodukt, der Pfeifentabak, verzeichnete 2025 einen Anstieg gegenüber 2024. Die versteuerte Menge legte um 2,9 Prozent zu und erreichte 323 Tonnen.
Der Wasserpfeifentabak setzte seinen rückläufigen Kurs fort. 2025 sank die versteuerte Menge gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Prozent auf 1.162 Tonnen. Auch die seit Juli 2024 wieder zulässigen größeren Packungsgrößen führten bislang nicht zu einer nachhaltigen Erholung.
E-Zigaretten und Liquids wachsen
Deutlich zugelegt haben E-Zigaretten und Liquids – steuerdeutsch Tabaksubstitute genannt. 2025 wurden Steuerbanderolen für rund 1,518 Millionen Liter Liquids beantragt. Im Jahr zuvor lag der Wert bei etwa 1,284 Millionen Litern. Das entspricht einem Zuwachs von 18,2 Prozent und rund 234.000 Litern. Grob gerechnet entspricht das etwa 1.500 gefüllten Badewannen.
Branchenvertreter verweisen darauf, dass der Anstieg auch durch Vorzieheffekte im Zusammenhang mit höheren Steuersätzen 2026 beeinflusst wurde. Unabhängig davon zeigt sich bei E-Zigaretten und Liquids weiterhin eine dynamische Entwicklung innerhalb des Segments.
Tabaksteuer 2025: Daten und Fakten
Die Tabaksteuer 2025 basiert auf gestaffelten Tarifen, die je nach Produktart gelten. Wasserpfeifentabak und erhitzter Tabak unterliegen seit 2022 eigenen Steuersätzen. Für Liquids gilt ebenfalls erst seit 2022 eine gesonderte Besteuerung. Die aktuellen Tarife sind gesetzlich bis 2027 festgeschrieben.
Das Statistische Bundesamt erfasst keine Verkäufe an Konsumenten. Die Statistik zur Tabaksteuer 2025 zeigt ausschließlich, für welche Mengen Hersteller und Importeure Steuerbanderolen gekauft haben. Aussagen zum tatsächlichen Konsum lassen sich daraus nicht ableiten.